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To be an LaTeX-User or not to be an LaTeX-User – that’s the question.

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Hallo!

Mit rudimentären Englischkenntnissen sollte man schon an der Überschrift erkennen, worum es in diesem Artikel geht – nämlich LaTeX (gesprochen La-tech).

Rudimentäre Kenntnisse – damit gings auch bei mir mit LaTeX los. Aus einer Laune heraus habe ich vorletztes Jahr mal unter Ubuntu LaTeX angetestet – aber keine Lust gehabt, mich eingehend und länger damit zu beschäftigen. Also: sudo apt-get uninstall latex 1

Anfang dieses Schuljahres dann habe ich mich entschlossen, mich eingehend mit LaTeX zu beschäftigen und alle Einträge ins Mathe-”Merkheft” zu verlatexen 2. Aus diesem frommen Wunsch wurde vielleicht am Anfang des Schuljahres was – jetzt hat die Lust doch nachgelassen. Dank meines der Technik aufgeschlossenen Mathelehrers (danke an dieser Stelle noch einmal, auch wenn Sie es vermutlich nicht lesen werden) darf ich allerdings seit einiger Zeit die gesamte Hausaufgabe mit LaTeX erledigen – wovon ich natürlich auch Gebrauch mache.

Mittlerweile bin ich von LaTeX so überzeugt und – man muss es fast sagen – infiziert, dass mein OpenOffice-Writer auf der Festplatte nur noch ein Schattendasein fristet. LaTeX ist logisch aufgebaut und wenn man sich einmal eingearbeitet hat, läufts auch gescheit. Vom Lernaufwand etwa zu vergleichen mit HTML, bei beidem war bei mir learning by doing angesagt. Seit Beginn dieses Jahres laufen alle Sachen, die irgendeine Textverarbeitung benötigen (z.B. hier ein Bewerbungsschreiben für WR, dort eines für Englisch, etc.) über LaTeX.

Als Grundsatz gilt sowieso: Mit anderen Texteditoren sieht man, was man bekommt 3, bei LaTeX bekommt man, was man meint 4.

Als Software setze ich MikTeX ein, dies verwaltet die LaTeX-Pakete und installiert, falls benötigt, on-the-fly nach. Als Editor kommt bei mir teXworks zum Einsatz – mit Syntaxhiglighting und Rechtschreibprüfung.

Sollten noch Fragen sein – die Kommentare freuen sich.

(Ach ja: da ist ne Anspielung im Titel. Auflösung kann gerne in die Kommentare)

Anmerkung: Auch Philipp und Fabian hab ich schon überzeugt :)

Fußnoten:

  1. Frei übersetzt: Ich bin jetzt Cheffe und will, das LaTeX deinstalliert wird ;)
  2. In LaTeX zu setzen
  3. WYSIWYG: What you see is what you get
  4. WYSIWYM: What you see is what you mean

5 Kommentare

  1. Ich benutze unter OSX TextMate mit TeXLive-2010-64 und bin auch von LaTeX überzeugt.
    Gerade sitze ich vor:

    begin{displaymath}
    v_{wind}(alpha) = sqrt[2]{frac{2*0,003kg*9,81frac{m}{s^2}}{0,057m*sqrt[2]{(0,074m)^2-(0,057m*sin (alpha ))^2}*1,1*1,204frac{kg}{m^3}}}
    end{displaymath}

  2. Hi,
    1. Der Titel ist eine Hommage an die Frage: “To be 1 or not the be 1″ aus dem Theaterstück “Hambit”.

    2. Ich finde zwar auch, das Latex nützlich sein kann, und verwende es selbst gelegentlich, doch für den täglichen Gebrauch ist es nicht sinnvoll, da man oft auch digitale Dokumente weitergeben muss. Und wer zum Teufel kennt sich mit Latex aus. Außerdem ist ein Breif dennoch schneller in einer Textverarbeitung geschrieben. Latex ist für mich also nur bei Seminararbeiten oder längen Texten eine Option. Aber eine sehr gute.

  3. Kennst Du LyX?
    Finde ich eine super Vereinfachung für LaTeX. Lohnt sich wirklich mal anzutesten.

    http://bit.ly/n0PyMy

  4. Für nicht mathematische Texte eignet sich m.E. nach auch Pandoc mit Multimarkdown-Syntax ganz gut:
    http://johnmacfarlane.net/pandoc/

    Vorteil: Weniger zu tippen – und man bekommt schnell Struktur in beliebige Dokumente.

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